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Stadt DAMME

Bundesland Niedersachsen
Landkreis Vechta
Einwohner Stadt 16.416 (31. Dez. 2012)
Einwohner Kreis 134.506 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte 157 Einwohner je km²
Höhe 53 m über NN
Fläche 104,45 km²
KFZ-Kennzeichen VEC
Stadverwaltung Mühlenstraße 18
Telefon 0 54 91 / 662 - 0
Telefax 0 54 91 / 662 - 88
Internet www.damme.de

Die Anfänge der Jahrtausende alten Geschichte des Ortes Damme ergeben sich bereits aus dessen Namen und Lage: an drei Seiten von Moor, nach Nordwesten von einem Waldgürtel umgeben, wie eine Art Damm an der Abdachung der Dammer Berge gelegen. Demzufolge ist Damme schon früh ein bevorzugter Siedlungsraum gewesen.

Funde aus der Wende Mittel-/Jungsteinzeit (um 5000 v. Chr.) am Dümmer bestätigen dies. Mehrere Großsteingräber der Jüngeren Steinzeit (etwa um 2500 v. Chr.), z. B. in Neuenwalde, Gräberfelder der Bronze- und Eisenzeit (ab 1700 v. Chr.) in Bergfeine zeigen eine ununterbrochene Bewirtschaftung und Besiedlung des Dammer Raumes an. Später wird der Ort Zentrum des sächsischen Dersa-(auch Dersi-)gaus, den 785 Karl der Große bzw. die Franken eroberten, womit die Bewohner christianisiert waren und eine erste Kirchengründung vom Bischof von Osnabrück aus erfolgte.

Der Ort war seit dem frühen Mittelalter Handwerks- und Handelszentrum sowie natürlich kirchlicher und Verwaltungsmittelpunkt weit über die zugehörigen Dammer Bauerschaften hinaus. Das drückte sich in der Größe des früheren Kirchspiels, 1817-1879 in der Selbstständigkeit eines Amtes Damme, später in der Ausdehnung der Flächengemeinde und heute in seiner mittelzentralen Bedeutung aus.

Während der Hauptort jahrhundertelang vom Ackerbürgertum geprägt war (Handwerk/Handel als Haupterwerb, Landwirtschaft zur Eigenversorgung oder als Nebenerwerb), spielte die Agrarwirtschaft in den Bauerschaften eindeutig die Hauptrolle. Das gilt heute zum Teil noch für die weiterentwickelte Veredlungs- und Intensiv-Land-/Viehwirtschaft. Zudem sind in Folge dieser Spezialisierung viele Arbeitsplätze in entsprechend vor- und nachgelagerten Betrieben entstanden.

Erst als in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Deutschland die Industrialisierung Einzug hielt, begann sich die Struktur des Ortes in der Kaiserzeit zu verändern. Sie ging in Richtung Handwerk, Handel und Dienstleistungen. Den Anstoß zur Industrie-Entwicklung gab es in Damme allerdings recht spät. Das 1910 entdeckte Eisenerz wurde von 1939 bis 1967 durch ein Eisenerzbergwerk gefördert. Heute werden allein in der Metall-, Holz-, Kunststoff- und Landmaschinenindustrie, dem Bau von Sicherheitssystemen und Präzisionsmodulen für die Automobil-Industrie, den Bereichen Güterfernverkehr und Industriekartonagen neben dem Mittelpunkt-Krankenhaus über 3000 Arbeitnehmer beschäftigt.

Wegen seiner Einwohnerzahl, Siedlungsstruktur und Wirtschaftsverhältnisse wurde Damme am 1. Mai 1982 vom Niedersächsischen Innenminister Egbert Möcklinghoff die Bezeichnung 'Stadt' verliehen.

Unmittelbarer Anzeiger für manch uralte Tradition in der Region ist der Dammer Carneval, der seit dem Mittelalter in unterschiedlichen Formen bis heute - in regionaler Eigenart allerdings eine Woche früher als anderswo - gefeiert wird. Dies resultiert aus einem Versuch des Bischofs von Münster, das angeblich "sündige Fastnachtstreiben" auszumerzen. Er verordnete 1892 für die närrischen Tage eine Art Nonstopp-Gebetsübung, das "Vierzigstündige Gebet", woran jeder Gläubige teilnehmen musste. Trotz heftiger Proteste aus der Dammer Bevölkerung rückte der Bischof von seiner Verordnung nicht ab, so dass die Dammer Narren ihren Carneval einfach eine Woche früher legten. Diese Eigenart des Dammer Carnevals hat sich bis heute gehalten.

Die früheste urkundliche Erwähnung der Fastnachtsumzüge stammt aus dem 16. Jahrhundert (1564). Es ging dabei um Folgendes: Im Zuge der Auseinandersetzungen der Fürstbischöfe von Münster und Osnabrück um Damme waren auch die Jagdrechte umstritten. Als sich 1564 nun ein Osnabrücker und ein Münsteraner Jäger in den Dammer Bergen um das Recht der Jagd stritten, schossen sie aufeinander, wobei der Osnabrücker Jäger schwer verletzt wurde. Als die Angelegenheit vor den Richter in Damme kam, verurteilte dieser den angeschossenen Osnabrücker Untertanen zu einer Gefängnisstrafe und zum Spießrutenlauf. Der fand allerdings als Teil des Fastnachtsumzugs statt und führte dazu, dass der Verurteilte totgeschlagen wurde. Eine makabre Geschichte, doch hatte schon seit dem Mittelalter dieser Fastnachtsumzug als sogenannter "Heischegang" stattgefunden, der seinen heutigen Nachfolger im "Gänsemarsch" am Dienstag nach Dammer Carneval gefunden hat. Im Vergleich zu diesen frühen Hinweisen ist die Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 relativ jung.

Damme liegt im südlichsten Teil des ehemaligen Großherzogtums und späteren Freistaats Oldenburg, dem Oldenburger Münsterland, das aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta besteht. Seit 1946 ist das Land Oldenburg Bestandteil des Bundeslandes Niedersachsen. Damme gehörte bis zum 31. Dezember 2004 zum Regierungsbezirk Weser-Ems, der in Folge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde.

    


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